Andrea Mahler und die Grüne Zitadelle

Andrea schaudert, als sie den Schlüssel in das Türschloss steckt. Sie schließt die Augen, atmet tief ein und dreht ihn.
Klick.
Noch einmal.
Klick.
Und dann endlich kann sie die Tür öffnen, doch sie zögert, schaut erneut nach links und rechts, doch keiner der anderen Bewohner sieht sie. Sie schaut zurück. Die terracotta-farbenen Fliesen auf den Stufen lächeln sie an.
»Die Seiten der Stufen sind nach oben gebogen und deuten die Abnutzung der Treppen an«, hört sie ihre eigene Stimme sagen.…
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Ankündigung: Gastbeitrag auf Clue Writing.de

Hallo, hier ist ja nun schon länger nichts mehr veröffentlicht worden. Ich schiebe die Schuld auf meine Roman-Projekte, die all meine Aufmerksamkeit suchen.
Aber sie bekommen sie nicht. Ein kleines bisschen konnte ich retten und in eine Kurzgeschichte stecken. Diese ist nun veröffentlicht, aber nicht hier, sondern bei den Mädels von cluewriting.de.

Also schaut doch mal auf Clue Writing – Papier und genießt meine Kurzgeschichte und viele mehr.…
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Wo ist Sarah?

Wo ist Sarah?

 

Jerry sitzt am Tisch, neben ihm steht der Kaffee, er ist allein, müde und zerrüttet. Sarah ist schon weg.
War Sarah hier gewesen?
Er ist sich nicht sicher, glaubt zumindest, es zu wissen, dreht sich um, schaut zum Spülbecken, leer.
Vielleicht doch nicht.
Aber wer hat ihm dann den Kaffee gekocht? Er selbst? Er nimmt einen Schluck, stark, kalt. Nein, sicher nicht. Sarah war hier. Sarah war bei ihm.

Sarah ist tot!

Er schüttelt den Kopf. Was für ein absurder Gedanke.…
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Was denkst du?

»Was denkst Du?«
»Ich denke … nichts.«
»Warum nicht?«
»Ich weiß nicht. Es ist wohl besser so. Nicht nachdenken, einfach machen, wie es sich für einen guten Soldaten gehört.«
»Du musst doch eine eigene Meinung haben!«
»Muss ich? Warum? Warum kann ich nicht einfach sein; ohne zu denken.«
»Jetzt stell dich nicht so an. Komm schon, was denkst Du?«
Er kniff die Augen zusammen und mit dem eingeschränkten Sichtfeld erhöhte sich die Lautstärke des Rauschens in seinen Ohren. Er schwieg.
»Jetzt sag schon, was denkst du?«
Er riss die Augen auf, das Rauschen verschwand schlagartig, und zeigte auf ihr gelbes Kleid.…
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Die Rache des Blutmagiers

Ein Schweißtropfen fiel auf den grauen Stoff. Doran legte das Kleid auf den Tisch, füllte seinen Becher mit Wasser aus dem Krug und trank ihn in einem Zug aus. Dann nahm er das halbfertige Kleid erneut auf und beendete die Naht. Er seufzte. Heute würde er nicht fertig werden, Rahel würde traurig sein, doch so war das Leben nun einmal: voller Enttäuschungen und Rückschläge.
Doran berührte den Anhänger an dem Lederband um seinen Hals. Eine roter Tropfen, ein Relikt aus einer anderen Zeit.…
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